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Ein Artikel in Webguild: Web analytics failing to drive decision beschreibt ein Manko, welches man häufig beobachtet. Viele Unternehmen wagen den Schritt von Google Analytics zu einem kostenpflichtigen Tool, versäumen aber, den Wechsel zur Professionalisierung ihrer Geschäftssteuerung zu nutzen.

Unternehmen stecken viel Zeit und Ressourcen in diesen Wechsel - diese Investition richtet sich aber oftmals nur auf die Auswahl des Tool und später auf das Customizing und den Einbau in die Seite. Wenig Zeit wird mit der Definition der richtigen KPI und der Verknüpfung derselben im Rahmen der operativen Geschäftssteuerung verbracht.

Gerade hier liegt jedoch das Potenzial, um mit dem besseren Tool auch die erhofften Umsatzsteigerungen und/oder Kostensenkungen zu erzielen. Das Tool kann lediglich aufzeichnen und auswerten, was man ihm vorgibt - auch mit einer high-end Lösung von Webtrends, Omniture oder Coremetrics lassen sich Unique User und Pageimpressions tracken.

Aber genau diese “lagging” indicators werden in den seltensten Fällen helfen, Potenziale zu entdecken und zu erschließen. Hierzu ist eine auf den Businessplan und das Geschäfts-(und vor allem Monetarisierungs-)model abgestimmte Geschäftssteuerung vonnöten. Diese lässt sich anhand eines klaren Vorgehens vergleichsweise schnell und kostengünstig ableiten.

5. Haben wir Zeit und Ressourcen für die Implementierung einer neuen Lösung bzw. dann auch für die kontinuierliche Nutzung und Betreibung?

Voraussetzung dafür, dass eine kostenpflichtige Lösung die “PS auf die Straße bringt”, ist ein strukturiertes Vorgehen bei der Auswahl, der Einführung und der Nutzung. Der Webseitenbetreiber sollte wissen, welche Kennzahlen getracked und ausgewertet werden sollen, wer dies übernehmen soll und wieviel Zeit hierfür zur Verfügung steht.

Betrachtet man zunächst die Auswahl, so lassen gerade die etwas teureren Web Controlling Tools kaum Wünsche bezüglich Kennzahlen und Datensammlung offen - umso wichtiger ist es, sich nicht zu übernehmen und genau auszuwählen, welche Daten erhoben und welche Kennzahlen abgeleitet und zur Geschäftssteuerung eingesetzt werden sollen. Oft besteht die Gefahr, sich zu verzetteln und zuviele Kennzahlen zu definieren. So bleibt zuwenig Zeit für Auswertung und die Definition und Umsetzung von Maßnahmen, um das Geschäft zu optimieren.

Eng damit in Verbindung steht die Frage nach den Ressourcen, die für die Implementierung des Tools, die Definition der Reports, die Business Intelligence Analysen sowie die kontinuierliche Nutzung und Betreibung eingesetzt werden sollten. Wie bei den Kosten für das Tool kann man auch hier eine Abschätzung treffen - der Wert, den die Analysen liefern, sollte mindestens den Kosten für den Resourceneinsatz entsprechen.

Wenn beispielsweise ein Controller 50.000€ pro Jahr brutto inkl. IT-Ausstattung kostet, so sollte mindestens dieser Betrag über die Analyse als Wert generiert werden (z.B. durch Identifikation von Potenzialen). Dies mag für kleinere Firmen bedeuten, dass sie betriebswirtschaftlich sinnvoll zunächst nur halbe oder sogar viertel Stellen schaffen können. Vielleicht ist dies jedoch vorteilhafter als externe Berater oder Agenturen zu beauftragen und so zu riskieren, dass erfolgskritisches Wissen außerhalb des Unternehmens geschaffen wird.

4. Stehen die Kosten für die Web Controlling Lösung in einem sinnvollen Verhältnis zum Umsatz und zur sonstigen Kostenbasis? Erwarten wir, mit einer kostenpflichtigen Lösung erhebliche Potenziale auf der Kostenseite und auf der Umsatzseite zu identifizieren?
Für die Einbindung kostenpflichtiger Lösungen zum Webcontrolling gibt es im Großen und Ganzen zwei Varianten

1) ASP (= Application Service Provider) - Trackingserver und Software werden von dem Web Controlling Tool Anbieter (oder von ihm beauftragten Dienstleistern) gestellt. Diese Variante wird besonders von kleineren und mittleren Webseiten genutzt. Der Preis der Web Controlling Lösung richtet sich hierbei oft nach der Anzahl der Pageimpressions. Einige Lösungen sind bereits ab ca. 100€ -150€ pro 1 Mio. Pageimpressions im Monat zu haben.

2) Eigener Tracking-Server mit Tracking-Software: - Hierbei lizenziert der Web Controlling Tool Anbieter seine Software an den Webseitenbetreiber und installiert diese auf einem dedizierten Tracking-Server des Webseitenbetreibers. Diese Variante lohnt sich oft erst für große Webseiten, bietet aber deutlich mehr Flexibilität (z.B. Customizing der Software, Einsatz der eigenen Domain für das Tracking). Da diese Variante jedoch oft mit einem relativ hohen Festpreis verbunden ist (ab ca. 6000€ Lizenzkosten zuzüglich Installation und Updates), lohnt sich der Einsatz erst ab einer bestimmten Größe.

Um abschätzen zu können, ob der Einsatz einer kostenpflichtigen Web Controlling Lösung betriebswirtschaftlich Sinn macht, sollten im ersten Schritt die Gesamtkosten pro Jahr in eine Größe umgewandelt werden, die mit der Umsatzseite vergleichbar ist. Hier bietet sich oft der TKP oder - abgeleitet aus dem TKP - der CPC an.
Beispiel: Die Webseite hat pro Monat im Durchschnitt 1 Millionen Pageimpressions und möchte eine ASP-Lösung zum Web Controlling einsetzen, die 250€ pro 1 Millionen Pageimpressions im Monat kostet. Dies bedeutet 0,25€ für 1000 Pageimpressions (250€ / 1.000.000 PIs) als Vergleich zum TKP an laufenden Kosten.

Im nächsten Schritt sollte überlegt werden, welchen Wertbeitrag man sich vom Webcontrolling erwartet und wie sich die Kosten mit dem derzeit generierten Umsatz vergleichen. Als grober Richtwert gilt, dass für eine Lösung ohne weitergehende Begründung (z.B. hohe Umsatzpotenziale, signifikante Kostenoptimierung) nicht mehr als 5% des Umsatzes ausgegeben werden sollte. Das bedeutet, dass die Webseite mindestens einen Netto-TKP von 5€ generieren sollte. Erfolgt die Monetarisierung der Webseite über CPCs oder CPLs so kann man diese über ihr Verhältnis zu Pageimpressions hilfsweise auf einen TKP umrechnen.
Beispiel: Pro 1000 Pageimpressions generiert eine Seite 50 Leads. Ein Lead wird mit 0,2€ netto vergütet. Es ergibt sich ein rechnerischer Netto-TKP von 10€.

Zusätzlich kann man vergleichen, wie hoch z.B. die Marketing-Kosten pro 1000 Pageimpressions sind, um ein Gefühl zu bekommen, wie sich andere Kostenpositionen zu den Kosten für eine Web Controlling Lösung verhalten.

Sollten die Kosten der Web Controlling Lösung weit über dem 5%-Anteil am Umsatz liegen, ist es wichtig, zu hinterfragen, ob von dem Einsatz der Lösung die Aufdeckung großer Einsparpotenziale oder die Erschließung signifikanter Umsatzpotenziale zu erwarten ist. Diese Fälle sollten genau eruiert, quantifiziert und mit einem Umsetzungszeitplan versehen werden. Sonst besteht die Gefahr, dass der Einsatz einer kostenpflichtigen Lösung betriebswirtschaftlich auch mittel- bis langfristig keinen Sinn macht.

3. Hat unsere Webseite genug Traffic, um eine Datenmenge zu sammeln, die selbst bei detaillierten Analysen noch statistisch signifikante Ergebnisse liefert?

Um die erweiterte Funktionalität kostenpflichtiger Web Controlling Lösungen voll nutzen zu können und verläßliche Aussagen aus den Analysen zu ziehen, ist eine Mindestmenge an Datenpunkten pro Auswertungseinheit ratsam.

Anhand des “Gesetz der großen Zahl” kann man für seine Webseite eine Einschätzung treffen, was mindestens an monatlichen Nutzern und Pageimpressions auflaufen sollte, um statistisch signifikante und belastbare Analyseergebnise zu erzielen.

Beispiel e-commerce Webseite: E-commerce Webseiten haben vielfach ein strukturiertes Verzeichnis mit mehreren Detail-levels:

Level 1 Produktkategorien (8) = Elektronik, HiFi, Computer, Foto & Video…
Level 2 Produktgruppen (Foto & Video) (8) = Digitalkameras, Camcorder, Digitale Bilderrahmen, Speichermedien, …

Level 3 Marken (Digitalkameras) (15) = Panasonic, Canon, Fuji, HP, …

Nach dem “Gesetz der großen Zahl” benötigt man mindestens 50 Datenpunkte Grundgesamtheit (also pro Auswertungseinheit), um statistisch signifikante Ergebnisse zu erhalten. Üblicherweise berücksichtigt man einen Zuschlag von 20%-40% (abhängig von der jeweiligen Webseite), um Fehler und Ungenauigkeiten in der Datensammlung zu kompensieren (Serverfehler/-ausfälle,  Trackingungenauigkeiten). Es werden also zwischen 60 und 70 Datenpunkte pro Auswertung benötigt.

Der Webseitenbetreiber möchte auswerten, wie sich die Pageimpressions in % auf die jeweiligen Level 3 verteilen.

Diese Information soll für jeden Samstag in der Vorweihnachtszeit ausgewertet werden, um Präferenzen in der Verzeichnisstruktur zu untersuchen. Es wird ein Sicherheitszuschlag von 30% auf die Mindest-Datenmenge von 50 addiert - also benötigen wir 65 Datenpunkte pro Level 3 Kategorie.

Berechnung:

65 (Datenpunkte) * 15 (Marken-Kategorien) * 8 (Produktgruppen) * 8 (Produktkategorien) = 62.400 PIs/Tag

62.400 PIs pro Tag sind circa 1,9 Millionen PIs im Monat als Mindest-Datenmenge für diese Auswertung, um statistisch signifikante Ergebnisse zu erhalten.
Dieses Beispiel gibt einen Anhaltspunkt zu der Größenordnung an Traffic, die man für eine solche Auswertung benötigt, ist aber mitnichten eine exakte Wissenschaft. Jeder Webseitenbetreiber kann eine solche Abschätzung vornehmen, indem man überlegt, welche Auswertungen man durchführen will und dann anhand der oben dargestellten Beispielrechnung abschätzt, wieviel Traffic erforderlich wäre.

2. Ist es für uns akzeptabel, dass die Web Controlling Daten unserer Website ohne unsere vorherige Zustimmung von Dritten eingesehen und genutzt werden können? Haben wir unsere Nutzer hierüber ausreichend informiert?

Der Trade-off ist eigentlich ganz einsichtig - der Webseitenbetreiber bekommt ein kostenloses Web Analytics Tool, spart also eine Menge Geld, und der Anbieter dieses Tools darf im Gegenzug die gesammelten Daten nutzen, um “seine Leistungen auf die Bedürfnisse der Nutzer anzupassen und für diese zu optimieren”, spart also ebenfalls eine Menge Geld, weil er kein Research über Nutzerbedürfnisse einkaufen/betreiben muss.
Viele Anbieter von Gratis Web Controlling Lösungen behalten sich allerdings auch vor, die gesammelten Daten mit Dritten zu teilen. Oft ist ein entsprechender Passus mehr oder weniger verklausuliert in den privay statements enthalten. Hier sollte man sich klar vor Augen führen, dass nicht ausgeschlossen ist, im Kreise dieser “Dritten” eventuell auch die direkte Konkurrenz vorzufinden. Die Daten dürfen ohne ausdrückliche Zustimmung zwar nicht personenbezogen und in aggregierter Form genutzt werden, aber…ein Geschmäckle hat es schon.
Mal abgesehen davon, wie man zur Weitergabe und Nutzung von geschäftssensiblen Daten durch andere als den Webseitenbetreiber selbst steht, ist der Webseitenbetreiber verpflichtet, seine Nutzer darüber zu unterrichten, dass ihre Daten getracked werden, wenn sie sich auf der Seite bewegen und er muss auch darüber informieren, was mit diesen Daten geschehen kann (nämlich Nutzung durch Dritte etc etc). Fehlt dieser Passus auf der Seite, so liegt möglicherweise ein Verstoß gegen die Datenschutzgesetzgebung in Deutschland vor.

Ein Beispiel für einen solchen Passus (oftmals eingebaut in “privacy statement” oder “impressum” oder “datenschutzrichtlinien”) sieht so aus:

Diese Website nutzt [Name von Web Analytics Tool, hier z.B. Google Analytics], einen Webanalysedienst der [Name des Anbieters, hier z.B. Google].

Google Analytics verwendet sog. „Cookies“, Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung diese Website (einschließlich Ihrer IP-Adresse) wird an einen Server der Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Google wird diese Informationen benutzen, um Ihre Nutzung der Website auszuwerten, um Reports über die Websiteaktivitäten für die Websitebetreiber zusammenzustellen und um weitere mit der Websitenutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen zu erbringen.
Auch wird Google diese Informationen gegebenenfalls an Dritte übertragen, sofern dies gesetzlich vorgeschrieben oder soweit Dritte diese Daten im Auftrag von Google verarbeiten. Google wird in keinem Fall Ihre IP-Adresse mit anderen Daten der Google in Verbindung bringen.
Sie können die Installation der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser Software verhindern; wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website voll umfänglich nutzen können. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google in der zuvor beschriebenen Art und Weise und zu dem zuvor benannten Zweck einverstanden.

1. Werden unsere Ansprüche an die Geschäftssteuerung von der im Einsatz befindlichen Web Controlling Lösung nach wie vor erfüllt? Wenn nein, was genau fehlt/bleibt hinter unseren Erwartungen zurück?

Zunächst sollte Klarheit und (soweit es geht) Übereinstimmung darüber bestehen, ob es überhaupt Anforderungen gibt, die mit dem derzeitig genutzten Web Controlling Tool nicht erfüllt werden können. Teilweise kann eine Schulung oder das Studium der Hilfeseiten nützlich sein, um bislang nicht bekannte Funktionalitäten zu entdecken und richtig zu nutzen, um bestehende Anforderungen doch zu erfüllen. Ein Beispiel ist hier die Einrichtung der User Segmentierung mit Google Analytics.
Sind nicht erfüllte Anforderungen identifiziert worden, ist es wichtig, diese zu konkretisieren (soweit nicht schon geschehen): Beispielsweise erlauben kostenlose Web Analytics Tools oftmals keinen Datendownload oder schränken die Funktionalität im Hinblick auf Menge, wählbaren Zeitraum, Format etc. ein. Hier ist es wichtig, konkret festzuhalten, was benötigt wird. Beispielsweise kann dies für Datendownload so aussehen:
Format: xls oder csv - Begründung: weitere Analyse findet immer mit MS Excel statt
Transfer: (s = secure)ftp - Begründung: der Download betrifft sensible Unternehmensdaten, soll also sicher sein, und, da mehrere unterschiedliche Standorte zugreifen, soll er zudem unabhängig von einer bestimmten Plattform sein

wählbarer Zeitraum: monatlich (Anfang (1.) bis Ende des Kalendermonats - Begründung: Analysen erfolgen immer auf
Monatsbasis, um alle relevanten Kosten- und Umsatzdaten einbinden zu können
Menge: bis 20MB pro Download - Begründung: Die Analyse bezieht sich auf eine vergleichsweise stabile Anzahl von
Datenpunkten, ein darüber hinausgehender Bedarf besteht nicht

Dies ist ein Ausschnitt aus möglichen Anforderungen an Download-Funktionalitäten, die ein Web Controlling Tool bieten kann. Überlegungen wie Sicherheit, Unabhängigkeit von einer Plattform, Schnelligkeit des Downloads, Verfügbarkeit (e.g. Inkludierung von real-time daten, web-basierter Download oder rechner-gebundener download) spielen eine Rolle.


Wenn man sich als Seitenbetreiber fragt, ob die derzeitig im Einsatz befindliche Gratis Web Controlling Lösung durch eine kostenpflichtige Lösung ersetzt werden sollte, kann die nachstehende 5-Punkte-Checkliste als Entscheidungshilfe dienen:

1. Werden unsere Ansprüche an die Geschäftssteuerung von der im Einsatz befindlichen Web Controlling Lösung nach wie vor erfüllt? Wenn nein, was genau fehlt/bleibt hinter unseren Erwartungen zurück?

Beispielsweise Datendownload: Gratis Web Controlling Tools erlauben teilweise keinen Download der gesammelten Daten oder der Datendownload ist zwar möglich, aber die Form bzw. das File ist nicht oder nur mit erheblichem Aufwand für Analysen weiterverwendbar, weil z.B. Daten aggregiert sind oder header und footer in der Datei enthalten sind und aufwändig manuell entfernt werden müssen.

2. Ist es für uns akzeptabel, dass die Web Controlling Daten unserer Website ohne unsere vorherige Zustimmung von Dritten eingesehen und genutzt werden können? Haben wir unsere Nutzer hierüber ausreichend informiert?
Viele Gratis Web Controlling Lösungen behalten sich vor, die gesammelten Daten selbst zu nutzen und mit Dritten zu teilen. Oft ist ein entsprechender Passus mehr oder weniger verklausuliert in den privay statements enthalten. Unabhängig davon, ob es für einen Webseitenbetreiber ok ist, dass die internen Daten von Personen oder Firmen weiterverwendet werden, die sie oder er nicht kennt, läuft der Webseitenbetreiber Gefahr, die deutschen Datenschutzgesetze zu verletzen - mehr dazu im nächsten Post.

3. Hat die Seite genug Traffic, um eine Datenmenge zu sammeln, die selbst bei detaillierten Analysen noch statistisch signifikante Ergebnisse sicherstellt?

Kostenpflichtige Web Controlling Lösungen bieten deutlich erweiterte Drill-down- und Analysemöglichkeiten im Vergleich zu vielen Gratis-Lösungen. Um verläßliche Aussagen zu bekommen, sollte eine Mindestmenge an Datenpunkten pro Auswertungseinheit nicht unterschritten werden. Anhaltspunkt liefert hier das sogenannte “Gesetz der großen Zahl”, nach dem die Mindestdatenmenge pro Auswertung bei 50 Datenpunkten liegt. In einem der nächsten Posts wird anhand eines Beispiels erläutert, wie man für seine Webseite ableiten kann, was mindestens an monatlichen Nutzern und Pageimpressions auflaufen sollte.

4. Stehen die Kosten für die Web Controlling Lösung in einem sinnvollen Verhältnis zum Umsatz und zur sonstigen Kostenbasis? Erwarten wir, mit einer kostenpflichtigen Lösung erhebliche Potenziale auf der Kostenseite und auf der Umsatzseite zu identifizieren?
Kostenpflichtige Lösungen richten sich preislich oft nach der Anzahl der Pageimpressions (mehr dazu in einem Post nächste Woche). Einige Lösungen bekommt man für ungefähr 100€-150€ pro 1 Mio. Pageimpressions im Monat. Dies bedeutet 0,1€ - 0,15€ für 1000 Pageimpressions als Vergleich zum TKP allein an laufenden Kosten nur für die Lösung. Als grober Richtwert gilt, dass für eine Lösung ohne weitergehende Begründung (z.B. hohe Umsatzpotenziale, signifikante Kostenoptimierung) nicht mehr als 5% des Umsatzes ausgegeben werden sollte. Das bedeutet, dass die Webseite mindestens einen TKP von 2€-3€ generieren sollte.

In einem Extra-Post nächste Woche werden wir weitere Richtwerte und Möglichkeiten der Abschätzung aufführen - grundsätzlich bieten all diese einen Anhaltspunkt, sind aber keineswegs als exakte Wissenschaft zu verstehen. Die Entscheidung ist sehr individuell nach Kenntnis des Kontextes der Website zu treffen.

5. Haben wir Zeit und Ressourcen für die Implementierung einer neuen Lösung bzw. dann auch für die kontinuierliche Nutzung und Betreibung?

Voraussetzung dafür, dass eine kostenpflichtige Lösung die “PS auf die Straße bringt”, ist ein strukturiertes Vorgehen bei der Auswahl, der Einführung und der Nutzung. Der Webseitenbetreiber sollte wissen, welche Kennzahlen getracked und ausgewertet werden sollen, wer dies übernehmen soll und wieviel Zeit hierfür zur Verfügung steht. Eine kostenpflichtige Lösung, die nicht richtig verwendet wird, ist wie ein Ferrari, der zweimal im Quartal zum Brötchenholen beim Bäcker um die Ecke aus der Garage gefahren wird. Ohne weiter auf Autos einzugehen werden wir diesen Punkt im letzten Post der kommenden Woche näher beleuchten.

Der größte Teil kleinerer Webseiten ist für die tägliche Geschäftssteuerung gut mit Google Analytics bedient. Sobald eine Webseite jedoch eine bestimmte Anzahl an Nutzern zeigt und die Monetarisierung das Anfangsstadium hinter sich gelassen hat, sollte die verwendete Web Controlling Lösung überprüft werden.Aber was bedeutet das konkret - gibt es Anhaltspunkte, wann man die Wahl der Web Controlling Lösung überprüfen sollte? Welche Kriterien kann man zugrunde legen, um zu entscheiden, ob der Wechsel zu einer professionellen kostenpflichtigen Lösung erfolgen sollte? Wie funktioniert so ein Wechsel und was sollte beachtet werden, um den Prozess so schnell und reibungslos wie möglich zu gestalten?
Beginnen wir am Anfang - Um zu entscheiden, ob ein Wechsel der Web Controlling Lösung sinnvoll ist, beginnen wir mit einer 5-Punkte Checkliste.

Hi all,

while the majority of smaller websites fare quite well with google analytics the question of which tool to use for web analytics and web controlling poses itself again at the latest when a website reaches a certain number of Users and starts to earn some serious money.

But when exactly does it make sense to check the web analytics tool status again? What are criteria to determine whether time is right for a change and - last but not least - what to change to and how to undertake the challenge while avoiding as many pitfalls as possible?

Let´s start at square one with the 5-point checklist whether you are ready for the next level in web analytics and web controlling.

…yes, it is true. Google analytics has by far the best features in addition to sporting a transparent customizable dashboard. I have looked at three other free tools in addition to the five I have tested but there is no point posting more comparisons since these “competitors” pale to insignificance. Please let me know if you have found anything out there that is free and comes up to Google Analytics feature set, usability, help center etc etc.
Until then let us crown the king - GOOGLE ANALYTICS - wrap things up and move on.

Unless you have personal problems with Google there is no good reason in sight which could be brought forward in favor of using another tool. The general trade-off is that you get your data tracked, stored and presented in a dashboard (sometimes even with download options) for free but all the providers can use it themselves “to improve their offerings for you, estimated client” as well as make it available for “trusted” third parties inside and sometimes even outside the company.

Well, well - that does not go down too smoothly with German privacy protection laws and - yes - there have been lawsuits against people using Google Analytics as well as other free web analytics or tracking tools and not informing their users that their data is - in fact - stored, tracked and possibly sold to and used by third parties. To avoid these gruesome things to happen to you please make sure to put a piece of information/disclaimer on your website.

Diese Website nutzt Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. («Google»).Google Analytics verwendet sog. „Cookies“, Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung diese Website (einschließlich Ihrer IP-Adresse) wird an einen Server der Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Google wird diese Informationen benutzen, um Ihre Nutzung der Website auszuwerten, um Reports über die Websiteaktivitäten für die Websitebetreiber zusammenzustellen und um weitere mit der Websitenutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen zu erbringen.

Auch wird Google diese Informationen gegebenenfalls an Dritte übertragen, sofern dies gesetzlich vorgeschrieben oder soweit Dritte diese Daten im Auftrag von Google verarbeiten. Google wird in keinem Fall Ihre IP-Adresse mit anderen Daten der Google in Verbindung bringen.

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So moving on to the next subject - what do I get when I am actually willing to pay for web controlling tools? See you next week (and promise - I will post more often going forward, in German, too)).




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