In unserer Familie hatten wir schon immer Haustiere. Von Meerschweinchen bis Ratten und sogar Hühner hielten wir mal in unserem Garten. Während meiner Studienzeit, als ich in einem Studentenzimmer in der Großstadt wohnte, vermisste ich Haustiere sehr. Es war strikt verboten, Tiere zu halten. Vor einem Jahr sind wir dann in ein Häuschen am Stadtrand gezogen und haben nun viel mehr Platz. Unser Kater Carlos, den wir vom Tierheim vermittelt bekommen haben, freut sich wie eh und je. Tagsüber ist er meistens unterwegs, außer wenn es schneit. Da macht er es sich auch mal mit seinem Katzenspielzeug auf dem Wohnzimmerteppich gemütlich. Der spielt da dann stundenlang alleine vor sich hin. Das bringt mich immer zum Schmunzeln.

Katzenspielzeug muss auch geteilt werden

Neben Carlos gibt es da auch noch die Jolanda, unseren Hundewelpen. Die ist auch vom Tierheim zu uns gekommen. Ihre Vorbesitzer haben sie einfach mit der Leine an einen Baum im Park angebunden und sind dann auf und davon. Zum Glück hat sie dann jemand ins Tierheim gebracht, sonst wäre sie jetzt nicht hier bei uns. Jolanda ist noch ganz jung und verspielt, ihr Lieblingsspielgefährte ist Kater Carlos. Wenn der wieder zu einer seiner Touren aufbricht, schaut sie ihm immer ganz reuig nach. Aber dafür spielt er dann auch meistens ganz lieb mit ihr, wenn er zurück ist. Wir haben zwar Hundespielzeug für die Jolanda, aber am liebsten nimmt sie das Katzenspielzeug von Carlos. Anfangs kämpften sie noch darum, doch mit der Zeit merkte Carlos wohl – als großer Bruder – dass er auch teilen muss. Solange es nur das Spielzeug ist, ist es okay. Beim Futternapf werden da keine Kompromisse gemacht.

Tiere fressen unheimlich viel

Immer wieder verwundert es mich, was Tiere so an Nahrung zu sich nehmen. Jolanda könnte das gesamte Hundefutter für einen Tag mit einem Mal verschlingen. Auch Carlos ist ein kleiner Vielfraß. Kleine Nagetiere brauchen natürlich weitaus weniger Nahrung. Aber das habe ich jetzt schon gelernt, dass Tiere unheimlich viel fressen. Anfangs war ich zweimal die Woche Futter kaufen, weil ich das zu gering bemessen habe. Jetzt gehe ich einmal in der Woche oder alle zwei Wochen, das kann ich nun besser einschätzen. Ich habe mir auch schon überlegt, selbst für sie zu kochen. Das sollte nicht so schwer sein, wenn man sich gut einliest. Ob sie es mögen würden? Sie fressen zwar viel, aber sind schon sehr wählerisch. Am liebsten sind ihnen die Delikatess-Sorten.